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Konferenz: Pflege betrifft uns alle!

Am 25.6.2013 in Brünn

Am Dienstag, 25. Juni 2013 haben wir gemeinsam mit der Stadt Brünn  eine Konferenz zum Thema Pflege/24-Stunden-Pflege im Rathaus der Stadt Brünn organisiert.
GewerkschaftsvertreterInnen, PolitikerInnen und PflegerInnen haben zum Thema Pflege berichtet und diskutiert.
Die Konferenz wurde auf Deutsch und Tschechisch abgehalten und simultan gedolmetscht.

Die Präsentationen der Vortragenden aus Gewerkschaften in beiden Ländern haben gezeigt, dass es zwar kleine Unterschiede im Umgang mit dem Pflegebereich zwischen Österreich und Tschechien gibt, allerdings kann das System in beiden Ländern noch optimiert werden.

Die anschließende Podiumsdiskussion hat ergeben, dass es in beiden Ländern einen hohen Bedarf Änderungen gibt. Es fehlt derzeit in beiden Ländern an finanziellen Mitteln und Arbeitskräften, um eine ausreichende Pflege für die Zukunft zu sichern.

Durch die Globalisierung der Beschäftigung und die zunehmende Mobilität kommt es zu sogenannten Pflegeketten (österreichische PflegerInnen wandern nach Schweden und in die Schweiz aus, tschechische nach Österreich und Deutschland, slowakische nach Österreich, Deutschland und Tschechien). Dadurch wird der Pflegenotstand nach Osten weiterverlagert.

In Tschechien gibt es abgesehen von der Entlohnung weitere Probleme im Bereich Pflege.
Es gibt keine Kontinuität beim Pflegebudget. Daher ist es immer wieder unklar, wie die Finanzierung in Zukunft aussehen wird. Des Weiteren bemüht man sich um eine Aufrechterhaltung des Ausbildungsniveaus und der Gewährleistung der Pflege.

Zu den Belastungen der PflegerInnen gehören einerseits die psychischen Belastungen, andererseits fehlerhafte Dienstpläne, Unterpersonalisierung und zu wenig Geld.
Ein psychosoziales Hilfsangebot  für PflegerInnen in Tschechien steckt aufgrund mangelnder finanzieller Mittel derzeit noch in den Kinderschuhen. Von PflegerInnen wird sehr viel erwartet, aber sie bekommen wenig zurück - nicht nur finanziell, sondern auch Wertschätzung und Entlastung.

Der Pflegefonds in Österreich ist bis 2016 gesichert. Der ÖGB fordert eine Finanzierung des Pflegefonds durch die Umsetzung der Vermögenssteuer. Vom Staatsbudget sind entsprechende Beiträge für den sozialen Bereich vorgesehen. Es muss in Zukunft noch mehr Geld zur Verfügung gestellt werden, um den Bedürfnissen gerecht zu werden. Es besteht ein enormer Aufholbedarf im Dienstleistungsbereich.

Aus der Sicht der Pflegebedürftigen sollte an einem Modell gearbeitet werden, das den Menschen ermöglicht in ihrem gewohnten Umfeld zu bleiben, da es für sie psychisch sehr belastend ist, wenn sie in Pflegeheime kommen, die weit von ihrem bisherigen Wohnort sind.
 

 
 
 

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